Grundsätzlich zählt auch die Gebäudeversicherung zu denjenigen Versicherungen, die mitunter sehr hohe Schadenssummen absichern, die ohne Abschluss dieser Versicherung schnell zum finanziellen Fiasko für den Eigentümer werden könnten. Zudem bestehen die meisten versicherten Risiken aus Naturereignissen, gegen die sich kein Hauseigentümer schützen, geschweige denn sie verhindern kann. In den meisten Fällen richten diese Naturereignisse elementare Schäden am Gebäude an, die sich nur in den seltensten Fällen unter mehreren Zehntausend Euro bewegen. Die meist genannte Ursache ist sicherlich ein Unwetter, denn dort können gleich mehrere versicherte Schäden wie z.B. Sturm, Hagel, Blitzschlag und evtl. Feuer durch Blitzeinschlag zusammentreffen. Gemessen an der möglichen Schadenshöhe ist der Beitrag zur Gebäudeversicherung relativ günstig. Bei dem oben angeführten Beispiel mit der Neuwertermittlung von ca. 219.000 Euro würde der jährliche Versicherungsbeitrag je nach Anbieter und Einschluss von Sonderrisiken wie Elementarschäden durchschnittlich zwischen 120 und 200 Euro betragen. Anders als beispielsweise in der Schweiz, wo für Gebäudebesitzer eine Pflicht zum Abschluss einer Gebäudeversicherung besteht, können die Hauseigentümer in Deutschland frei entscheiden, ob und bei welcher Versicherungsgesellschaft sie sich gegen die erwähnten Risiken absichern möchten. Da der Beitrag im Vergleich zum möglichen Leistungsspektrum als eher gering bezeichnet werden kann, sollte man sich dennoch als Hauseigentümer auf jeden Fall für den Abschluss einer Versicherung in diesem Bereich entscheiden, damit ein Schadensfall nicht die eigene Existenz bedroht.