Natürlich können nicht nur bei Hunden Schadenfälle im Rahmen der Tierhaftpflichtversicherung auftreten, sondern auch durch Pferde werden Schäden verursacht. Da es sich bei dem Pferd um eine recht großes Tier handelt, sind die Schadenshöhen oftmals deutlich größer, als beim Hund. So kann es beispielsweise vorkommen, dass ihr Pferd während eines Ausritts scheut und sich ein vorbeigehender Fußgänger so erschreckt, dass er auf die Straße ausweicht. Darauf hin muss ein Auto bremsen und verursacht dadurch einen Verkehrsunfall. Auch in diesem Fall würde auf den Tierhalter unter Umständen hohe Kosten zukommen, die sich nicht selten im Bereich von mehr als 10.000 Euro bewegen. Die Pferdehaftpflichtversicherung würde die Kosten übernehmen, sodass der Tierhalter zumindest finanziell entlastet würde. Wie bei nahezu allen anderen Arten von Haftpflichtversicherungen, so werden auch im Bereich der Tierhaftpflichtversicherung Mindestdeckungssummen von zumeist 3 Millionen Euro für Personen- und Sachschäden in den Vertrag mit eingebunden. Der Tierhalter kann selbstverständlich auch höhere Versicherungssummen mit dem Versicherungsunternehmen vereinbaren. Der Jahresbeitrag zur Tierhaftpflichtversicherung richtet sich nach Art des Tieres und der gewünschten Versicherungssumme. Eine Pferdehaftpflichtversicherung kostet zum Beispiel einen durchschnittlichen Jahresbeitrag von ca. 60-100 Euro. Der Beitrag für eine Hundehaftpflichtversicherung ist mit ca. 30-60 Euro deutlich preiswerter. Ob der Tierhalter eine Tierhaftpflichtversicherung als notwendig ansieht, muss er natürlich selber entscheiden. Grundsätzlich ist aber zu sagen, dass die Tierhaftpflichtversicherung wie jede andere Haftpflichtversicherung auch, hohe mögliche Schadenssummen zu einem verhältnismäßig niedrigen Beitrag absichert.